Gruppenbild mit Herrn: Nach dem Konzert wurden treue Mimos-Sängerinnen ausgezeichnet: Mona Gehlen (2.Vorsitzende), Karola Häuser (1.Vorsitzende), Gerhard Voss (Sängerkreisvorsitzender), Andrea Brühl (Frauenreferentin) und die Geehrten Irma Leitzbach, Melb

Jubiläumskonzert 25 Jahre Die Mimos

Artikel aus der NNP vom 09.05.2012 von Willibald Schenk

 

Als "Die Mimos – der Frauenchor aus Staffel" vor 25 Jahren gegründet wurde, war er einer der ersten Chöre seiner Gattung. Und die erfolgsorientierte singende Gemeinschaft hat sich bis heute bewährt. Davon geben zahlreiche Erfolge bei Wettbewerben Zeugnis. Auch das gut besuchte Jubiläumskonzert in der katholischen Kirche hatte Stil und Format. Und es war eine wunderbare Gelegenheit, dieses Gotteshaus einmal kennenzulernen, bevor es abgerissen wird. Ein bisschen Wehmut war dabei, als die "Mimos" und ihre namhaften Gastchöre hier noch einmal musizierten.

Die "Mimos"-Frauen unter der Leitung von Thomas Leber wollten aber durch ihre Werke Gefühle vermitteln. Und das hat zweifellos funktioniert. Nach dem Eröffnungsstück "Joyfully Sing" in einem modernen Element von Linda Spevacek ließen "die Mimos" erkennen, dass sie sich auch dem romantischen Genre gerne widmen – und dass sie die Stimmen dafür haben. Neben publikumswirksamen Vertonungen von Giacchino Rossini ("La Fede" und "La Speranza") folgte die Neueinstudierung des Psalm 23 "Der Herr ist mein Hirt" (Opus 132) von Franz Schubert, der entgegen mancher anderer Meinung original für Frauenchor mit Klavierbegleitung komponiert ist. Und die Frauen interpretierten das nicht gerade leichte Werk mit der nötigen Hingabe. Für den Klavierpart stand Lukas Sehr (Dehrn) zur Verfügung, auf den sich Thomas Leber hinsichtlich der gestalterischen und anpassungsfähigen Begleitung jederzeit verlassen konnte.

Perfektion

 

Der Männerchor Plaidt gehört zu den Vorzeigechören des Chorverbandes Rheinland-Pfalz. Der stark auf Perfektion arbeitende Chorfachmann Jürgen Faßbender weiß, was er an diesen Männern hat. Sie singen ebenso motiviert wie zielgerichtet, was die Beispiele moderner geistlicher Chorwerke ausdrückten. Hier besonders das nicht oft zu hörende "Kyrie" von Pjotr Janczak mit seinen komplizierten Rhythmen. Aber auch der gemischte "Kremlchor" aus Zollhaus, besetzt mit beweglichen Choristen, konnte sich bei diesem Konzert hören und sehen lassen. Das "Jubilate Deo" (Laszlo Halmos) sowie Knut Nystedts "Gloria" mit seinen exponierten Lagen waren hier herausragende Darbietungen.

Es war sinnvoll, den zweiten Konzerteil mit wunderschönen Beiträgen aus dem weltlichen Bereich aller Chöre in den Gemeindesaal zu verlegen. Man hörte Stücke mit verschiedenen Stilmitteln, auch Popgesänge blieben nicht ausgespart. Großen Beifall war den Plaidtern nach dem "Augustin" von Lorenz Maierhofer beschieden. Das ist eine Posse mit dem bekannten Volkslied "O du lieber Augustin" in raffiniert-prickelnder Aufmachung.

Hubert von Goiserns populäre Vertonung "Weit, weit, weg" vor dem schwedischen "Uti var hage" (Hugo Alfven) brachten noch einmal großen Applaus für den "Kremlchor" ein. Aber auch die "Mimos" kamen nicht zu kurz.

Das Konzert war ein würdiger Rahmen für die Ehrung verdienter Mimos-Sängerinnen: Sängerkreisvorsitzender Gerhard Voss und die Sängerkreis-Frauenreferentin Andrea Brühl dankten vor allem den beiden Gründerinnen des Chores, Brigitte Nott und Hilde Ludwig. Außerdem sind Irma Leitzbach, Melba Knoll, Siggi Ranft, Christine Minor, Petra Bauer und Edda Wilhelm seit 25 Jahren im Chor. Dass die Mimos-Frauen nicht nur singen, sondern auch gute Gastgeberinnen sind, zeigten sie, als sie zum Buffett luden.

 

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